Glaube. Liebe. Hoffnung.

Gestern war ein „Allein-zu-Haus-Abend“. Ein merkwürdiger noch dazu. Aus heiterem Himmel musste ich weinen, während der Hamburger Himmel es mir gleich tat. Der Zukünftige ist auf Dienstreise und ich war nach einigen turbulenten Wochen, am 1. Arbeitstag nach drei Wochen Urlaub und einem Hangover-Wochenende übermüdet und ganz froh, dass der Fernseher mein bester Freund war. Beim Durchzappen blieb ich bei Sex and the City hängen.Glaube. Liebe. Hoffnung

Es kam eine ziemlich theatralische, letzte Folge der 1. Staffel. Carrie trennt sich von Mr. Big, indem sie sich auf gepackten Koffern dagegen entscheidet mit ihm in die Karibik zu fliegen. Sie kommt zu der Erkenntnis:

„Nachdem er weg war, heulte ich eine Woche lang. Dann wurde mir klar, dass ich doch Glauben besaß. Glauben an mich selbst. Glauben, dass ich eines Tages jemandem begegnen würde, der sich sicher wäre, dass ich die Eine bin.“

Ich fand mich in der Situation wieder, Jahre zuvor. Andererseits auch heute, wo ich doch die Eine geworden bin. Wie dankbar ich bin, dass Mr. Right statt Mr. Big in mein Leben getreten ist, den Platz an meiner Seite eingenommen hat und ich bald seine Frau werde, können neben mir nur wenige, sehr gute, langjährige Freunde nachempfinden. Das ist auch gut so und möchte ich hier auch nicht weiter ausbreiten. Es soll ja gerade beim Thema Heiraten nicht großartig um die Vergangenheit gehen, sondern um das Jetzt und die gemeinsame Zukunft. Aber ist man nicht der, der man ist, weil man erlebt hat, was man erlebt hat?

„Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.“

sagte einst Lore-Lillian Boden. Das bedeutet ja nicht unbedingt, dass man jemandem hinterher trauert, sondern auch, dass man aus der Vergangenheit gelernt hat und Menschen, die einem gut tun, noch viel mehr zu schätzen weiß.

Meine vergangenen Wochen waren neben einigen schönen Ereignissen bestimmt von Themen wie Trennung, Unfall, Krankheiten und Krankenhausaufenthalten lieber Menschen. Daher war es hier auch etwas stiller. So etwas führt einem doch vor Augen, dass alles andere plötzlich nicht mehr so wichtig ist. Hochzeitsvorbereitungen, größere Anschaffungen, Urlaub usw. kommen einem auf einmal wie Lappalien vor und man wird auf den harten Boden der Tatsachen zurück gebracht. Vielleicht ist das auch manchmal gut so, weil man sich selbst ein wenig zu wichtig genommen hat, mit dem, was einem gerade wichtig erscheint.

Nein, dieser Post wendet sich nicht wie Ihr es vielleicht erwartet noch zu einem lustigen Ende. Höchstens zu einem guten, hoffnungsvollen: Die Getrennten haben den Glauben an die Liebe wiedergefunden. Der Unfall ist noch mal glimpflich ausgegangen und den Kranken geht es besser.

Bis bald. Dann wieder mit weniger ernsthaften Themen,

Eure CityMelody

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